Confirmation bias nennt man in der Kognitionspsychologie die Neigung, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen bestätigen. Ob es sich dabei im engeren Sinne um einen Fehler handelt, der Bestätigung irrtümlicherweise herstellt – daher: Bestätigungsfehler – überlass ich denen, die über eine objektive Realität, die noch keiner objektiv gesehen hat, besser informiert sind als alle anderen.
In soziologischer Hinsicht würde ich confirmation bias als soziale Verständigungsrituale auffassen, die von Immunsystemen ausgebildet werden, um den Prozess der Herausbildung von Neuem so zu strukturieren, dass Neues als etwas Erinnertes anfällt, um auf diese Weise durch Wiedererkennbarkeit (Identifizierung) Anschlussfähigkeit von Neuem zu garantieren, das heißt: Neues also erst einmal zu verhindern. zu behindern, zu normalisieren, indem es zunächst nicht zur Kenntnis…
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